Donnerstag, 22. Oktober 2009

Der Ausstellungsaufbau hat begonnen ...

In beiden Häusern läuft im Augenblick die Vorbereitung auf die Mumienausstellung auf vollen Touren.
Das betrifft die Vorbereitungen hinter den Kulissen genauso wie die sofort sichtbare handwerkliche Arbeit. Nach Abbau der vorigen Sonderausstellungen werden im Augenblick die Räumlichkeiten in der Farbe für die Mumienausstellung gestrichen: ein dezentes, dunkles Blau, wie es auch von den Plakaten und Werbemitteln bereits bekannt ist.
Wir werden immer einmal wieder vom Fortgang der Arbeit berichten und zeigen, welche oft mühsame Detailarbeit nötig ist, um eine ansprechende Wirkung zu erzielen.


Dienstag, 6. Oktober 2009

Die ersten Mumien sind eingetroffen ... !

Die ersten Objekte für die Mumienausstellung sind in Kassel eingetroffen !

Die Emil-von-Behring-Bibliothek für Geschichte und Ethik der Medizin der Philipps-Universität Marburg verfügt über eine Sammlung medizinhistorischer Präparate - darunter auch die von Samuel Thomas Sömmering vor über 220 Jahren in Kassel (Sömmering war zu dieser Zeit Professor am dortigen Collegium Carolinum) beschriebenen Föten-Missbildungen. Anders als unsere Fötenmumien sind diese bereits in Alkohol eingelegt.
Auch eine indianische Mumie mit Grabbeigaben in einer historischen Vitrine und zwei mumifizierte Köpfe von Südseeinsulanern gehören zu dieser Sammlung.
Die genannten Objekte wurden uns zur Verfügung gestellt und wurden heute von unseren Präparatoren abgeholt. In Kassel erfolgt nun eine präparatorische Vorbereitung der Mumien, die bereits im 19. Jahrhundert nach Deutschland gelangten, für unsere Ausstellung .


Abb.: Blick in einen Teil des Sammlungsraumes der Marburger Universität. Rechts in der historischen Vitrine die indianische Mumie mit den Grabbeigaben.

Montag, 21. September 2009

Die Föten in der Presse

Die CT-Untersuchung der Föten fand nicht nur im Fernsehen (s.u.), sondern auch in diversen Printmedien (dank dpa auch weit über die Region hinaus) reges Interesse. Hier beispielhaft der Artikel aus der HNA vom 19.9., der eine gute Zusammenfassung gibt. Allerdings sind die Föten natürlich nicht im Stadtmuseum (Unterschrift unter dem Objekt rechts), sondern im Naturkundemuseum im Depot wieder aufgetaucht ...

Mittwoch, 16. September 2009

Medieninteresse an der CT-Untersuchung unserer Föten

Das Kasseler Klinikum ermöglichte einen Blick ins Innere unserer Fötenmumien, die ja schon im vergangenen Jahr in Karlsruhe untersucht werden konnten. Dr. Wilfried Rosendahl (German Mummy Project, Mannheim) konnte bei dieser Gelegenheit bereits Ergebnisse dieser Karlsruher CT-Untersuchung vorlegen, die Kindesalter, Geschlecht und pathologische Befunde beinhaltete. Ein sechstes Objekt, eine Plazenta im vermutlich frühen Befruchtungsstadium, wurde in Kassel erstmalig durchleuchtet.
Auch in Kassel wurde der hervorragende innere Zustand unserer Föten wieder sichtbar.
Zur Demonstation des technischen Vorgehens und den dadurch möglichen Ergebnisse war die Presse geladen, die mit Fernsehen, Hörfunk, verschiedenen Zeitungen und Magazinen anwesend war.

Abb.: Vertreter der Presse sehen Dr.Löschhorn-Becker (Klinikum Kassel) über die Schulter, der erste Bilder der CT-Untersuchung bearbeitet.

Abb.: das HR-Fernsehen sendet einen Beitrag über Herkunft, Präparation und Bedeutung der Kasseler Fötenmumien - hier beim Abfilmen der gerade erzeugten Bilder am CT.
Und hier der link zum HR-Film (gezeigt in der Hessenschau vom 16.9.):

Montag, 31. August 2009

Der Katalog zur Ausstellung ist da !

Heute wurden die Begleitbücher für die Mumienausstellung angeliefert und sind ab sofort in den beiden Museumsshops von Naturkundemuseum und Museum für Sepulkralkultur für 24,90 Euro erhältlich.
Dafür erhält man einen wahrlich gehaltvollen Bild- und Textband von 378 Seiten mit über 350 Abbildungen, die das Thema "Mumien" erschöpfend behandeln. Herausgegeben wurde der Band 2007 von den Engelhorn-Reiss-Museen anlässlich der ersten Mumienausstellung in Mannheim. Vorgestellt werden sowohl die vielfältigen kulturellen Hintergründe wie auch neueste wissenschaftliche Forschungsmethoden - und natürlich auch die berühmtesten Mumien vom "Ötzi" bis zu den Inkakindern von Llullaillaco.
Im hinteren Teil des Buches werden Tier- und Menschenmumien der Mannheimer Ausstellung detailliert vorgestellt.
Das Buch soll nicht als Ausstellungskatalog, sondern als umfassendes Nachschlagewerk zum Thema verstanden werden - mit vielen Beispielen, die dann in Kassel tatsächlich zu sehen sein werden.

Freitag, 21. August 2009

die wissenschaftliche Untersuchung unserer Fötenmumien läuft ..

Im Moment läuft die wissenschaftliche Untersuchung unserer sechs historischen Fötenmumien. Einen ersten CT-Termin hatte es bereits Ende des vergangene Jahres in Karlsruhe gegeben, der bereits sehr interessante Ergebnisse erbrachte. Ein weiterer Termin ist zusammen mit Mitarbeitern des German Mummy Projects in Kassel im September geplant. Frau Jana Mesenholl aus Karlsruhe wird sich als Doktorandin eingehend mit der Auswertung befassen - erste Ergebnisse werden wir demnächst einmal vorstellen.

Abbildung: Schnappschuss einer der Fötenmumien während der CT-Aufnahmen im Klinikum in Karlsruhe

Montag, 3. August 2009

Mumien aus Künstlerhand

Die Gründe dafür, dass das Thema 'Mumien' viele Menschen fasziniert, sind vielfältig. So interessieren sich manche für die Mumifizierungspraktiken und damit verbundene Jenseitsvorstellungen; andere wiederum möchten mehr über die verstorbenen Personen und die Zeit, in der diese lebten, wissen. Entsprechend sind verschiedene wissenschaftliche Disziplinen in die Mumienforschung involviert, um so manches "Mumien-Geheimnis" lüften zu können. 'Mumien' sind aber längst auch zu einem künstlerischen Thema geworden. Dies wollen wir in der Ausstellung (Sepulkralmuseum) ebenfalls zeigen und sind deshalb derzeit damit beschäftigt, verschiedene Bildwerke zum Thema zu recherchieren und als Leihgaben anzufragen. Einige Zusagen haben wir bereits erhalten, sodass wir ab 17.11.2009 nicht nur reale Mumien zeigen, sondern auch die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema präsentieren können. Die Bildwerke werden dem Betrachter Mumien in höchst unterschiedlichen Stilen und teils aus höchst ungewohnten Perspektiven näherbringen. Zudem wird so manches Bildwerk erkennen lassen, dass Mumien mitunter auch eine gewisse Ästhetik innewohnt, welche nicht unwesentlich zur Mumien-Faszination beiträgt.
Abb.: Matthias Rataiczyk, Peruanische Träume 6; Bleistift, Buntstift, handgeschöpftes Papier, 98x80 cm, 2007