Dienstag, 17. November 2009

Eine glanzvolle Eröffnung !

Am Sonntag wurde unsere Ausstellung Im Foyer des Opernhaus vor über 400 geladenen Gästen eröffnet. Nach Grußworten der Staatsministerin Frau Eva Kühne-Hörmann, des Kasseler Oberbürgermeisters Betram Hilgen und des k+s Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner führte "Mumienprofi" Dr. Wilfried Rosendahl von den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim in das Thema ein.
Bei den anschließenden Führungen durch beide Häuser konnten sich unsere Gäste von einer pietätvollen, wissenschaftlich begleiteten, aber auch anrührenden Präsentation überzeugen.

Abb.: Ein Presseausschnitt aus der heutigen HNA zur Eröffnung - ein Beispiel für die überwältigende Resonanz, die die Ausstellung bundesweit in den Medien bislang schon gefunden hat.

Samstag, 14. November 2009

Fernsehbeiträge zur Ausstellung

Der HR hat am gestrigen Tag im Hessentipp und in der Hessenschau zwei unterschiedliche Beiträge zu Aufbau und Inhalt der Ausstellung ausgestrahlt.
Hier die links, um sie betrachten zu können:
Hessentipp:
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?key=standard_document_38307943&jmpage=1&type=v&rubrik=18740&jm=1&mediakey=fs/hessentipp/20091113_h_tipp_mumie

Hessenschau:
http://stream-tv.de/sendung/1282921/hessenschau-mumien-ausstellung-in-kassel

Inhaltlich gibts ein paar kleine Abweichungen: der Ägypter im Hessentipp ist keine der in Mannheim wiederentdeckten Mumien, er stammt aus Basel und wird bei uns erstmalig gezeigt (und eine Frau ist es natürlich auch nicht ... - man achte auf die Körpermitte ...)

Donnerstag, 12. November 2009

Imhotep - Wesir Tuthmosis I

Darf man sagen, dass es eine kleine Sensation ist ?
Dass die einzige noch in Europa befindliche und benannte Mumie aus dem Neuen Reich, Ägyptens Blütezeit, den Weg aus Turin nach Kassel gefunden hat ?
Und es ist kein Irgendwer, sondern der Großwesir des Pharao Thutmosis I, 1903 von den Italienern in seinem vollkommen beraubten Grab im Tal der Königinnen geborgen. Neben der Lenkung des Staates war er vermutlich auch Erzieher der Kinder des Pharao, darunter die spätere einzige Pharaonin Hatschepsut...
Die von Grabräubern zerissene Mumie war über 100 Jahre im Depot in Turin verborgen geblieben - und nun nach einer Restauration der Öffentlichkeit gezeigt werden kann.
Obwohl der Körper lange nicht so gut erhalten ist, wie unsere beiden Basler Ägypter, umwehte uns bei der Positionierung der Mumie der Hauch der Geschichte - der Respekt vor diesem Staatsmann aus einer Zeit vor 3500 Jahren war überall spürbar.
Abb.: Aufregung bei der Positionierung von Imhotep - die Vitrine ist zu klein ! Natürlich haben wir vorab alle Maße gehabt - aber die Unterlage war größer, als gedacht. Im Beisein von Signora Dr. D´Amicone, der Kustodin ausTurin, passen unsere Präparatoren in einer 2-stündigen Aktion die stabile Unterlage, auf der Imhotep ruht, den Gegebenheiten an.
Abb.: Es ist geschafft ! Der Glasdeckel ist zu ! Signora D´Amicone (links) ist zufrieden - und wir sind erleichtert !

Mittwoch, 11. November 2009

Spannende Momente !

Am 10.11. war der große Tag des Auspackens im Naturkundemuseum - die Mehrzahl unserer Mumien wurde in die vorbereiteten Vitrinen gesetzt oder gelegt. Durchgeführt wurde dies durch die Restauratoren aus Mannheim und unseren eigenen Präparatoren und Wissenschaftler. Das deutsche Fernsehen war genauso dabei wie der US-Discovery-Channel !
Dies durchaus sehr beeindruckend für uns - trotz aller sorgfältiger Vorabplanung ist der Augenblick, einen Menschen aus vergangenen Jahrhunderten direkt anzusehen, ohne Glasscheibe davor und ganz hautnah, doch ein bewegender Moment für alle unsere Mitarbeiter/innen gewesen.
Abb.: Die altperuanische Hockermumie ist positioniert - bevor der Glasdeckel aufgesetzt wird, wird die Objektbeschriftung montiert.
Abb.: Eine ägyptische Mumie wird durch die Mannheimer Kollegen auf den Vitrinenboden gesetzt.

Montag, 9. November 2009

Göttinger Mumien werden nach Kassel geholt !

Zwei besonders bemerkenswerte Mumien aus Göttingen sind die letzten Exponate, die uns erreichen werden. Präparatoren des Naturkundemuseums holen heute einen Ägypter und eine Guanchenmumie aus dem Bestand der Universität Göttingen ab, die dann im Ausstellungsteil im Museum für Sepulkralkultur gezeigt werden.
Beide Mumien sind bereits seit über 200 !! Jahren in Deutschland und zeigen, dass schon seit langen Zeiten das Interesse der Menschen an solchen Objekten besteht. Die Guanchenmumie (ein Ureinwohner Teneriffas) ist eine der ganz wenigen überhaupt vorhandenen Mumien dieser Art in einer Sammlung.
Das obige Bild zeigt die ägyptische Mumie in ihrer historischen Vitrine am Göttinger Standort.

Mittwoch, 4. November 2009

Der große Transport ist da ...

Gestern kam der Haupttransport der Mumien aus Bozen in Kassel an. Die Spezialfirma Hasenkamp lieferte einen großen Lastzug voller Objekte ins Naturkundemuseum und Museum für Sepulkralkultur. Die Kisten enthalten - sorgfältig verpackt - neben Mumien auch Grabbeigaben oder technisches Equipment.
Das Bild zeigt einen Blick auf einen Teil der angelieferten Objekte im Naturkundemuseum, wo sie im Erdgeschoss zwischengelagert werden. In der großen weissen Kiste im Vordergrund lagert z.B. die Indianerin, die auf unseren Plakaten und Flyern als Motiv zu sehen ist.
Ausgepackt werden alle Objekte erst in der kommenden Woche, wenn sie von den Restauratoren und Kuratoren der jeweiligen Leihgeber an ihre endgültigen Plätze positioniert werden.

Montag, 26. Oktober 2009

Ägyptische Mumien aus Basel erreichen Kassel

Zwei aussergewöhnliche altägyptische Mumien aus Basel haben Kassel erreicht. Die seit dem 19.Jahrhundert in der Schweiz befindlichen Mumien wurden durch das German Mummy Project aktuell untersucht, mit erstaunlichen neuen Ergebnissen, die wir auch in der Ausstellung präsentieren werden.
Beide Mumien sind ungewöhnlich gut erhalten - im oberen Bild sieht man die Abnahme des Deckels für eine kurze Sichtkontrolle nach Ankunft in Kassel. Aus der Transportkiste werden die Mumien erst dann entnommen, wenn in der Ausstellung alles soweit dafür vorbereitet ist.